In der vergangenen Woche geisterte durch den E-Mail-Verteiler der DRK-Bereitschaft Bad Lauterberg folgende Mitteilung des DLRG-Landesverbands Westfalen: „Der Rettungsdienst hat bemerkt, dass beim Verkehrsunfall die meisten Verwundeten ein Mobiltelefon bei sich haben. Bei Verletzten, die nicht mehr ansprechbar sind, wissen die Einsatzkräfte oder das Krankenhaus aber nicht, wer aus den langen Adresslisten zu kontaktieren ist“, heißt es. Der Rettungsdienst hätte also vorgeschlagen, dass jeder Bürger in sein Handy-Adressbuch die im Notfall zu kontaktierende Person unter demselben Pseudo eingibt.

Das international anerkannte Pseudo laute ICE: In Case of Emergency (englisch für „Im Notfall“). „Unter diesem Namen sollte man die Rufnummer der Person eintragen, die im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst anzurufen ist“, lautet der Wortlaut der E-Mail. Seien mehrere Personen zu kontaktieren, sollten diese unter ICE1, ICE2, ICE3 usw. fortlaufend abspeichert werden. „Das Prinzip ist leicht durchzuführen und kostet nichts – kann aber viel erreichen“, bestätigt Dr. Reiner Schenk, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes für den Landkreis Osterode „ICE ist ein gängiges Prinzip.

Man kann die im Notfall zu verständigende Person aber auch zusammen mit dem Begriff ‚Notfall‘ eintippen. Auf jeden Fall sollte dabei nicht nur an das Handy, sondern auch an das Telefon zu Hause gedacht werden“, so Schenk. Im deutschen Sprachraum wird statt „ICE“ teilweise auch „IN“ (für „Im Notfall“) genutzt. Deutsche und österreichische Initiativen gebrauchen dieses Kürzel, das auch als englische Abkürzung („IN case of emergency) verwendet werden kann. Egal ob nun „IN“ oder „ICE“ eingetippt wird – beides ist leicht unter „I“ im Handy zu finden. Wer kein Mobiltelefon hat, kann die Namen der Kontaktpersonen auch auf ein Kärtchen schreiben und in die Geldbörse legen. „Dies sind Möglichkeiten, schnell noch an gegebenenfalls überlebenswichtige Informationen zu kommen, die der bewusstlose Patient nicht geben kann. Sie können zur besseren Heilung wichtig sein“, ergänzt Fabian Nitzke, Leiter der DRK-Bereitschaft Bad Lauterberg.

Weitere Infos im Internet auf www.imnotfall.de.

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