Presseberichte KFV-OHA
Feuerwehr rettet Haustiere bei Zimmerbrand in Herzberg
(Herzberg, 12.12.2020, MH) Gegen 13:15 Uhr wurden die Feuerwehr Herzberg sowie der Rettungsdienst und die Polizei zum einem Wohnungsbrand in die Heidestraße gerufen.
Eine Passantin hatte Brandrauch aus einem gekippten Fenster in der oberen Etage bemerkt und die Nachbarn informiert. Anschließend verständigte sie über den Notruf die Rettungskräfte.
Da an dem betroffenen Haus niemand öffnete, verschafften sich die Einsatzkräfte Zutritt in das Brandobjekt. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen zur Personensuche und Brandbekämpfung in das komplett verrauchte Gebäude vor. Bei der Suche wurden ein Hund sowie zwei Katzen gerettet. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes glücklicherweise nicht im Gebäude. Der alarmierte Rettungsdienst mit Notarzt musste nicht tätig werden.
Der Küchenbrand im Erdgeschoss konnte schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Zwischendecke wurde mit Hilfe der Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester kontrolliert und das Objekt anschließend mit einem Hochdrucklüfter vom Brandrauch befreit.
Zur Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser wurde eine Schlauchleitung von einem Hydranten in der Juesseestraße aufgebaut.
Die Heidestraße sowie Teile der Juesseestraße wurden für die Dauer der Lösch- und Rettungsarbeiten zeitweise durch die Polizei für den Verkehr gesperrt. Gegen 14:45 Uhr konnte der Einsatz der Feuerwehr beendet werden.
Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Herzberg: 36 Einsatzkräfte mit HLF 20, LF20, DLK23/12, TLF15/25, ELW, MTW
Rettungsdienst: 6 Einsatzkräfte mit 2 Rettungswagen und einem Notarzt (NEF)
Polizei: 4 Beamte mit 2 Streifenwagen
Zimmerbrand in Gittelde
(Gittelde, 29.11.2020 DS) Glück im Unglück hatten die Bewohner eines Hauses bei einem Zimmerbrand am Samstagabend im Flecken Gittelde.
Dank ihres vorbildlichen Verhaltens, sogar mit eigenen Löschversuchen, konnten sie selbst Schlimmeres verhindern und sich außerhalb des Gebäudes in Sicherheit bringen.
Gemeldet war ein Feuer in der Küche, eine Rauchentwicklung aus dem 1. OG des alleinstehenden Hauses bestätigte das Alarmstichwort beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte. Ein Trupp unter Atemschutz ging zur Erkundung vor und kontrollierte mit der Wärmebildkamera die Aussage der Bewohner, dass der Brand bereits gelöscht sei. Vorbereitend wurde, zum Schutz der anderen Räumlichkeiten, ein sogenannter 'Rauchverschluss' eingesetzt und das Überdruckbelüftungsgerät einsatzbereit in Stellung gebracht. Der Angriffstrupp konnte "Feuer aus" melden. Betroffene Bereiche wurden maschinell entraucht und umliegende Räume sicherheitshalber auf eine eventuelle Brandausbreitung überprüft.
Im Einsatz waren laut Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) ab 17:28 Uhr auch die Ortsfeuerwehren Bad Grund und Windhausen. Sie unterstützten mit weiteren Atemschutzgeräteträgern und brachten ein Mehrgas-Messgerät in den Einsatz; die damit ermittelten Werte stellten sicher, dass die Bewohner wieder unbedenklich ihr Haus betreten konnten.
Somit übergab der Einsatzleiter die Schadensstelle, nach etwas mehr als einer Stunde, wieder den Eigentümern. Die sich anschließenden Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft konnten um 19:30 Uhr abgeschlossen werden. Da eine Rauchgasinhalation nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde eine Privatperson vorsorglich dem Rettungsdienst übergeben.
Die Polizei geht als Ursache von einem Fettbrand bei der Essenszubereitung aus. Der entstandene Sachschaden konnte bislang nicht genau ermittelt werden. Die "Thüringer Straße" wurde auf Höhe des Brandobjekts im Zuge der Arbeiten voll gesperrt. (ds)
Eingesetzte Kräfte:
- Feuerwehr Gittelde (TLF, LF, MTW)
- Feuerwehr Bad Grund (HLF, TLF, DLA(K), ELW, MZF)
- Feuerwehr Windhausen (LF, MTW)
- Gemeindebrandmeister Bad Grund (Privatfahrzeug)
- Rettungsdienst (RTW)
- Polizei (Streifenwagen)
Der Bewohner unternahm vor Verlassen des Gebäudes noch eigene Löschversuche mit einem Pulverlöscher.
Durch die maschinelle Entrauchung, mithilfe eines Überdruck-Belüftungsgeräts, konnten die betroffenen Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss schnell vom Brandrauch befreit werden.
Da die Einsatzstelle direkt an der Ortsdurchfahrt "Thüringer Straße" lag, wurde die Straße durch die Polizei komplett gesperrt.
Bei dem Alarmstichwort "Zimmerbrand" werden immer automatisch ausreichend viele Kräfte (zusätzlich die Ortsfeuerwehren Bad Grund und Windhausen) auf einmal alarmiert.
Fit und vorbereitet für den Einsatz
(08.11.2020, Osterode/Lasfelde, MDP) Am vergangenen Samstag führten 20 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Lasfelde ihre jährliche Atemschutzübung unter ungewöhnlichen Bedingungen in Eigenregie der Ortsfeuerwehr durch.
Nach einem sportlichen Teil war auch ein Durchgang über eine Kriechstrecke Bestandteil. Die Übung wurde so ausgelegt, dass alle Teilnehmenden erheblich gefordert wurden, um ihre Leistungsfähigkeit für den Einsatz zu beweisen.
Im sportlichen Teil waren im Wechsel intensiv der Stepper, Leitersteigen, das Werfen eines Medizinballs über Kopf sowie Kniebeuge und zwei Umrundungen im Laufschritt mit einem Schlauch auf dem Arm um das Feuerwehrhaus zu absolvieren. Anschließend ging es in die Hindernis- und Kriechstrecke, bei der die Teilnehmenden zunächst eine 65 kg schwere, lebensgroße Puppe über eine Reihe Bänke, unter Tischen hindurch und wiederum über Bänke hinüber „retten“ mussten. Im zweiten Durchlauf mussten alle dann ihr eigenes Körpergewicht samt Ausrüstung über die Bänke ziehen.
Damit war insgesamt eine Belastung gegeben, die in ihren Anforderungen denen im Einsatz ähnelt. Die Beschreibung der Belastung mag harmlos klingen, diese stellt sich jedoch mit der gesamten Ausrüstung, dem 15 kg schweren Atemschutzgerät und höherem Atemwiderstand durch die Atemschutzmaske etwas anders dar. Die Teilnehmenden bestätigten, dass es nicht weniger anstrengend war als der jährliche Streckendurchgang auf der Atemschutzübungsstrecke. Dennoch hat es allen auch Spaß gemacht. Bei den meisten war die Atemluftflasche nach dem Durchgang nahezu leer und die körperliche Belastung sichtbar.
Üblicherweise müssen die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren einmal jährlich eine Belastungsübung durchführen. Diese Übungen, die hohe Anforderungen an die Feuerwehrleute stellen, werden unter normalen Bedingungen an den Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) in der Atemschutzübungsstrecke durchgeführt. Dabei werden körperliche Belastungen mit der regulären Ausrüstung mit einsatznahen Tätigkeiten kombiniert, damit die Feuerwehrleute einerseits selbst ihre Leistungsfähigkeit überprüfen können und andererseits ihre Einsatzfähigkeit nachweisen.
Durch den Lockdown im Frühjahr und den wiederum pandemiebedingten Einschränkungen in der aktuell verschärften Lage besteht alternativ die Möglichkeit zur Durchführung der Übung in den Feuerwehren. Da die Ortsfeuerwehr Lasfelde mit insgesamt 35 Atemschutzgeräteträgern die größte Anzahl im Stadtgebiet stellt und nicht ausreichend Plätze auf der Atemschutzübungsstrecke zur Verfügung standen, entschied sich die Feuerwehr in Abstimmung mit der Stadtverwaltung zur Durchführung in Eigenregie. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, wurde die Übung bei geöffneten Hallentoren, durch Bildung von Kohorten und Einhaltung der AHA-Regeln durchgeführt.
Verkehrsunfall in der Harzstraße in Neuhof
(28.10.2020, Neuhof, DK) Am Mittwochnachmittag wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neuhof, zum zweiten Mal innerhalb von 4 Wochen, zu einem Verkehrsunfall auf die Harzstraße in Neuhof alarmiert.
An der Kreuzung beim ehemaligen Braunschweiger Hof war es erneut zu einem Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen gekommen.
Die eintreffenden Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle, streuten die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Bindemittel ab und führten sie der fachgerechten Entsorgung zu, des Weiteren wurde das Abschleppunternehmen bei der Bergung eines Unfallfahrzeuges unterstützt. Nach circa 45 Minuten konnten die drei Fahrzeuge der Feuerwehr Neuhof den Einsatz beenden und in das Gerätehaus einrücken.
Neben der örtlichen Feuerwehr war die Polizei aus Bad Lauterberg mit einem Streifenwagen vor Ort, sowie ein Abschleppunternehmen zur Bergung der Fahrzeuge.
Personen wurden bei diesem Unfall nicht verletzt, es entstand lediglich ein Sachsachaden in unbekannter Höhe an beiden beteiligten Fahrzeugen.